Lernen Sie unser Sustainability Team kennen: Ruth Prinzmeier

In dieser Blogreihe stellen wir Ihnen unsere Nachhaltigkeitsmanager vor, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, das Team und seine Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit besser kennenzulernen. Heute sprechen wir mit Ruth Prinzmeier, Sustainability Manager in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz).

Hallo Ruth, erzähle uns doch etwas über deine Rolle bei Interface.

Mein Aufgabenbereich ist sehr breit gefächert. Ich unterstütze das Vertriebsteam und unsere Kunden, bin Ansprechpartnerin für Informationen zu unseren nachhaltigen Produkten, Programmen sowie Initiativen und berate zu Nachhaltigkeitsstrategien. Ich vertrete Interface auch bei Vorträgen und Veranstaltungen in der DACH-Region, teile die Erfahrungen unserer Nachhaltigkeitsreise und kann so die Sichtweise der Hersteller bei Verbänden und NGOs zu den Themen CO2-Emissionen und nachhaltiges Wirtschaften einbringen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?

Bei meiner Arbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeite ich eng mit den Vertriebs- und Designteams zusammen, um sie bei Fragen zum Thema Nachhaltigkeit zu unterstützen. Ich begleite unseren Außendienst und tausche mich mit unseren Kunden aus, um mehr über deren Herausforderungen und Nachhaltigkeitsziele zu erfahren. Dies hilft uns, ein klareres Bild davon zu bekommen, welcher Bodenbelag für die gestellte Aufgabe die beste Lösung ist. Außerdem arbeite ich eng mit dem Concept Design zusammen, um beispielsweise die Verbindung von Biophilic Design und Nachhaltigkeit herzustellen. Ebenso berichte intern über Neuigkeiten und Entwicklungen zum Thema Nachhaltigkeit.

Was hat dich dazu bewogen, diese Aufgabe zu übernehmen?

In meinen vorherigen Positionen war ich u.a. für strategische Projekte, Change Management, Kommunikation, Unterstützung der Vertriebsteams, die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien sowie deren Aktionspläne für die Umsetzung zuständig. Daher habe ich mich entschieden, eine Position anzustreben, in der ich all meine Fähigkeiten und Erfahrungen als Kommunikations-, Projekt- und Nachhaltigkeitsmanagerin einbringen kann. Die Gelegenheit bei Interface war perfekt für mich. Das Unternehmen hat eine beeindruckende Nachhaltigkeitsreise, eine klare Strategie sowie Ziele und ist Vorreiter in vielen Themen, wie z.B. auch im Bereich nachhaltiger Produktion oder Workspaces. Nachhaltigkeit ist Thema in allen Abteilungen und gehört zur DNA des Unternehmens. Ich freue mich sehr darauf, bei der Umsetzung der Mission Climate Take Back™ mitzuwirken.

Was bedeutet Climate Take Back für dich?

Die Mission Climate Take Back beschreibt, dass wir ein Teil der Natur sind, verantwortungsvoller mit ihr umgehen sollten und von den Techniken der Natur lernen können. Die Leitlinien für den respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen inspirieren unser Team, die Kunden und Lieferanten, über die eigene Rolle bei der Verringerung der Auswirkungen der globalen Erwärmung nachzudenken und zu handeln.

Was ist deine bisher schönste Erinnerung in punkto Nachhaltigkeit bei Interface?

Ich habe mich sehr gefreut, mit dem Sales Team an der letzen Vertriebstagung in den Niederlanden teilzunehmen. Dort hatte ich die Chance, die neuesten Informationen über den Klimawandel und die Konsequenzen für die DACH-Region zu vermitteln. Ebenso konnte ich über wichtige nachhaltige Fortschritte des Unternehmens sprechen, z.B. über die neue CQuest™Bio Rückenkonstruktionen, das Carbon Neutral Floors™ Programm, das Rücknahmekonzept ReEntry und die Kreislaufwirtschaft, Lebenszyklusanalysen und EPDs. Alles gut durchdachte Lösungen, die unseren Kunden helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren.

Was ist für dich eine Herausforderung?

Die Gespräche und Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit werden immer komplexer. Der jüngste IPCC-Bericht zeigt, dass uns die Zeit davonläuft, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Der Bausektor hat noch einen langen Weg vor sich, wenn es darum geht, seine Kohlenstoffziele zu erreichen. Daher müssen wir sicherstellen, dass wir Informationen über Kohlenstoff und positive Klimamaßnahmen klar und prägnant formulieren. Wir sprechen dabei unsere Kunden, Lieferanten, die Bodenbelagsindustrie und viele darüber hinaus an.

Wer inspiriert dich im Bereich Nachhaltigkeit / regenerative Wirtschaft?

Ich schätze vor allem die Architekten und Innenarchitekten, die mit innovativen Lösungen die nachhaltige Entwicklung im Bausektor vorantreiben und dabei meist noch einen Schritt weiter gehen, wie auch die Verbände DGNB, ÖGNI und ÖBU. Sie haben gute Ideen, klare Visionen und Ziele.

Worauf freust du dich in diesem Jahr am meisten?

Ich habe mich sehr auf die Einführung der Hospitality Kollektion gefreut. Es war großartig, die neuen Produkte auf den Markt zu bringen und die Gelegenheit zu haben, mit Kunden aus der Branche darüber zu sprechen. Das Ziel nachhaltigere Innenräume mit aktuellen Designtrends zu verbinden, wurde sehr gut umgesetzt. Es ist eine beeindruckende Kollektion geworden.

Bist du nach COP26 optimistisch, was die Rolle der Wirtschaft bei der Bewältigung des Klimawandels angeht?

Der Klimawandel ist nicht mehr nur eine Bedrohung für die Zukunft, er ist ein Problem der Gegenwart und menschengemacht. Wir alle erleben die zunehmenden Wetterextreme mit zum Teil verheerenden Konsequenzen. Mich macht optimistisch, dass wir das Know-How und die Techniken haben, um die Auswirkungen umzukehren. Ich bin überzeugt, dass wir „die Kurve kriegen“ – und ehrlich gesprochen: Wir haben keinen Plan B oder eine Alternative dazu. Jedes Zehntelgrad weniger trägt dazu bei, die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu verringern. Es ist höchste Zeit, für alle und insbesondere Beteiligte in der Baubranche, zu handeln.

Was ist dein wichtigster Tipp für Designer und andere Fachleute im Bereich Nachhaltigkeit?

Nicht drumherum reden, auf den Punkt kommen und das Gesagte mit Taten untermauern. Ich denke, es ist wichtig, den Kunden gegenüber transparent zu sein. So kann jeder genau messen, wieviel CO2-Emissionen von den verschiedenen Produkten ausgehen und wie die gesetzten Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können. Interface war auch hier Vorreiter in der Branche und stellt Umweltproduktdeklaration (EPDs) für alle Kollektionen zu Verfügung. Diese schaffen Transparenz, messbare Ergebnisse und zeigen auf, ob und wie das Produkt zu den eigenen Nachhaltigkeitszielen beiträgt.

 

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