Eine eindrucksvolle Lebensgeschichte: Jadav Payeng pflanzte alleine einen Wald

Eine 550 Hektar große Waldlandschaft – größer als der Central Park in New York – ist das Ergebnis der täglichen Arbeit Jadav Molai Payengs. Bereits mit 16 Jahren entschied sich der Inder, seine Heimat zu schützen und begann damit, jeden Tag seines Lebens einen Baum zu pflanzen. 40 Jahre später ist aus der einst kargen Einöde ein riesiger Wald entstanden.  

Zum Schutz der Heimat
Jadav Molai Payeng lebt auf einer der weltweit größten Flussinseln Majuli, die von dem umliegenden Fluss Brahmaputra durch starke Bodenerosionen immer weiter abgetragen wird. Dadurch könnte die Insel in den nächsten 20 Jahren komplett verschwinden. Schon jetzt sind im Fluss immer mehr Sandbänke zu sehen. Als der junge Jadav Payeng auf diesen baumlosen Sandinseln eine Vielzahl an Schlagen sah, die ungeschützt durch die Hitze gestorben waren, machte er es sich zur Aufgabe, die Tiere und auch die Menschen zu schützen. Denn das Schicksal der Schlangen hätte mit der Zeit auch die dort lebenden Einwohner ereilen können.

Artenreicher Molai-Wald
Anfangs richtete sich Payeng an die zuständige Forstverwaltung, doch als diese ihn nicht ernst nahm, da auf diesem Land nichts wachsen würde, begann er selber mit dem täglichen Pflanzen von Bäumen. Zu Beginn säte er Gräser und Bambus aus und züchtete rote Ameisen, um den Boden fruchtbarer zu machen. Mit der Zeit pflanzte er die verschiedensten Baum- und Pflanzenarten, die von Jahr zu Jahr immer mehr in die Höhe wuchsen. So entstand ein funktionierendes Ökosystem mit einer vielfältigen Tierwelt. Neben bengalischen Tigern, Affen und Nashörnern lebt auch eine Herde von hundert Elefanten halbjährlich in dem Gebiet, das mittlerweile nach seinem Erschaffer „Molai-Wald“ benannt wurde. Seinen Lebensunterhalt verdient Jadav Payeng als Bauer, er bewirtschaftet eine eigene Farm, auf der er Rinder hält.

Verdiente Auszeichnungen
Für seinen Umwelteinsatz erhielt Payang von dem ehemaligen indischen Staatspräsidenten A. P. J. Abdul Kalam 2012 den Titel „Forest Man of India“. Außerdem wurde er 2015 von der indischen Regierung mit dem Zivilorden „Padma Shri“ ausgezeichnet. Jadav Molai Payeng setzt sich trotz seines Erfolges nicht zur Ruhe und wird bis zu seinem Lebensende, so sagt er, weiterpflanzen.

Filmischer Erfolg
Sein Leben und Schaffen diente darüber hinaus als Grundlage für den Film „Forest Man“ von William Douglas McMaster. Dieser wurde auf mehreren Festivals gezeigt und im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2014 als beste Dokumentation ausgezeichnet. In dem Film erzählt unter anderem der indische Fotojournalist Jitu Kalita wie er bei einer Tour auf dem Fluss Brahmaputra durch Zufall auf den von Payeng erschaffenen Wald gestoßen ist.

Und auch das Kinderbuch „Jadav and the Tree-Place“ basiert auf dem außergewöhnlichen Leben Payangs.

Doch nicht nur Jadav Molai Payeng startete sein Projekt aus Liebe zur Natur, auch Interface möchte mit seiner Mission Climate Take Back die Umwelt schützen und den Planeten in seinen alten Zustand zurückversetzen! Es ist das Versprechen von Interface, das Unternehmen auf eine Art zu führen, die die globale Erwärmung umkehrt und ein lebensfähiges Klima schafft.

Der Inder Jadav Payeng erschuf innerhalb von 40 Jahren einen riesigen Wald, © Auszug aus dem Film „Forest Man“

Tag für Tag pflanzt er Gräser, Bäume und Bambus.

Verschiedenste Tiere, wie Tiger, Vögel und Elefanten haben in dem Wald eine neue Heimat gefunden.

 

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