Innovative Verbindung: Neuer Entwurf für die Arroyo Seco Bridge in Kalifornien

Fast 40 % der Treibhausgasemissionen, die für den Klimawandel verantwortlich sind, entstehen durch den Gebäudesektor, der sehr ressourcenintensiv ist. Interface ist sich diesem großen Ausmaß schon lange bewusst und befindet sich daher seit 1994 auf seiner Nachhaltigkeitsreise – und das mit großem Erfolg. Das Unternehmen hat auf diesem Weg bereits viele Meilensteine erreicht, die dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck von Innenräumen zu verringern und die Gesundheit des Planeten zu verbessern.

Doch nicht nur die Produkte und Materialien im Innern spielen eine entscheidende Rolle, auch die Bauwerke an sich haben einen großen Anteil an den Treibhausgasemissionen – seien es Wohnhäuser, Fabrikhallen oder Verkehrsbauwerke wie Brücken. Über sie fahren zusätzlich viele Autos hinweg, die die Luft extrem verschmutzen. Diesem Problem hat sich das Architekturbüro Michael Maltzan Architecture angenommen und einen Entwurf für den Umbau der Arroyo Seco Bridge in Kalifornien entwickelt. Diese ist Teil der zehnspurigen State Route 134 am westlichen Rand von Pasadena. Sie überspannt sowohl natürliche als auch bebaute Flächen, darunter den Arroyo Seco Wanderweg, den Lower Arroyo Park und das historische La Casita Del Arroyo. Diese Gebiete werden das ganze Jahr über von Bewohnern und Besuchern als grüne Rückzugsorte genutzt und müssen geschützt werden.

Architektonisches Erlebnis

Das Ziel von Michael Maltzan Architecture war es daher, die Arroyo-Brücke als nützliche und lebendige Verbindung neu zu denken, den negativen Einfluss auf die Umwelt zu verringern und für Autofahrer sowie Fußgänger ein architektonisches Erlebnis zu schaffen. Zudem soll der bestehende Freeway nicht ersetzt, sondern durch den neuen Entwurf ergänzt werden. „Wir stellen uns eine Designlösung vor, die das Erlebnis, über den Arroyo Seco zu fahren, zelebriert und gleichzeitig den Freeway nachhaltig in seine unmittelbare Umgebung integriert“, sagt das Team von Michael Maltzan Architecture.

Weniger CO2, mehr Grün

Um dies zu erreichen, sieht der Entwurf eine Art Tunnel vor, in den die Brücke verlegt werden soll. Die Wände sind akustisch isoliert, während transparente Elemente in Fahrerhöhe den freien Blick nach draußen ermöglichen. Die Decke soll zudem aus dem neuartigen Werkstoff Titandioxid Beton gefertigt werden. Dieser reagiert auf UV-Strahlung und filtert die Autoabgase auf der Brücke. Dadurch wird die CO2-Belastung deutlich minimiert und die allgemeine Luftqualität verbessert. Auch Interface hat bereits Lösungen gefunden, um die CO2-Emissionen zu verringern. Im Rahmen des Programms Carbon Neutral Floors™ sind alle Bodenbeläge von Interface über ihren gesamten Lebenszyklus CO2-neutral.

Dank vieler Solarpaneele auf dem Dach soll die Brücke eigenen Strom produzieren. © Michael Maltzan Architecture

Verschiedene Grünpflanzen tragen zu einem naturnahen Ambiente bei und integrieren die Brücke in ihre Umgebung. © Michael Maltzan Architecture

Nachhaltiger Kreislauf

Das Dach der Brücke soll zudem mit Photovoltaik-Paneelen ausgestattet werden, die pro Jahr sechs Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Dieser könnte dann in das Pasadena Department of Water and Power eingespeist werden, um die Energiekosten zu reduzieren. Dank der üppigen Begrünung fügt sich die Brücke zudem in ihre Umgebung und sorgt für ein natürliches Ambiente, das die Natur miteinbezieht. Bewässert werden die vielen Pflanzen ausschließlich mit Regenwasser, das wiederum von dem Brückendach aufgefangen wird. Außerdem kann überschüssiges Regenwasser zur Wasserversorgung von Pasadena bei Dürreperioden oder zur Wiederauffüllung des Flussbettes des Arroyo Seco dienen. So schaffen die Architekten einen nachhaltigen Kreislauf, der sich auf seine Umgebung auswirkt, und ein Konzept, das auch bei Sanierungen anderer Infrastrukturen von großem Nutzen sein kann.

Während der Entwurf der Arroyo Seco Bridge die deutliche Reduzierung von CO2 vorsieht, geht Interface noch einen Schritt weiter hin zu CO2-Neagtivität: Die neue Teppichfliesenkollektion Embodied Beauty™ enthält erstmalig drei CO2-negative Produkte!

 

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