Ein neuer Living Workspace im Herzen von Paris

Der Beginn einer neuen Ära in Paris

Seit 2001 befand sich das Pariser Büro von Interface im Süden der Stadt, nur einen Steinwurf entfernt vom Parc Montsouris. Dieses Büro d sowohl als Arbeitsbereich für diente bereits sowohl als Arbeitsumgebung für unsere Teams als auch zum Präsentieren und Vorführen unserer Produkte. Um mit den Veränderungen der Arbeits- und Geschäftswelt weiter Schritt zu halten, suchten wir nach neuen Räumlichkeiten, in denen die Menschen – unsere Teams und unsere Kunden – im Mittelpunkt stehen können. Vor diesem Hintergrund formulierten wir präzise, was wir wollten: neue Büros beispielsweise, die unser Engagement für Nachhaltigkeit und Lebensqualität widerspiegeln und die näher am Geschäftsviertel von Paris liegen.

Opus, ein Geschäftshaus im 8. Arrondissement ganz in der Nähe der Place des Ternes und der Place de l’Étoile, erfüllte alle Wunschkriterien. Das Art-déco-Gebäude aus dem Jahr 1932 wurde entworfen von Paul Viard und Marcel Dastugue – jene Architekten, die auch das Palais de Tokyo konzipierten. Die für Icade durchgeführte Modernisierung basiert auf Plänen von DU RIVAU & Associés Architectes, die das Gebäude auf den neuesten Stand der Technik brachten, sodass es nun den aktuellen Energieeffizienzstandards entspricht. Die ursprünglich mit Keramikfliesen von Hector Guimard bekleideten Innenhoffassaden – die gleichen Fliesen finden sich auch in der Pariser Métro – erhielten eine Corian-Oberfläche in Glacier White, die gestalterisch auf das historische Vorbild Bezug nimmt.

Eine neue Art des Arbeitens

Mit diesen neuen Räumlichkeiten führt Interface eine Arbeitsweise ein, die die Kreativität, das mobile Arbeiten und die Teamarbeit fördert – das zugrundeliegende Gestaltungskonzept haben wir selbst entwickelt und bereits an unserem Deutschlandsitz in Krefeld umgesetzt. Entworfen als Living WorkPlace, bieten die Büros vielfältige nutzerorientierte Möbel- und Techniklösungen, die das Wohlbefinden, die Zusammenarbeit und die Produktivität der Menschen unterstützen.

Die Planungs- und Bauspezialisten von Tétris unterstützten Interface bei der Gestaltung der Pariser Büros im Sinne eines Living WorkPlace. Dieses Konzept berücksichtigt einige starke Trends in der Bürogestaltung:

  • Office Sweet Office – wohnlichere Arbeitsbereiche gestalten
  • Flex Office 2.0 – flexible Arbeitsweisen und Techniknutzung unterstützen
  • Leben im Dorf – spontane Interaktionen ermöglichen und fördern
  • vielfältige Nachbarschaften – Bereiche für verschiedene Arten von Arbeit und Bedürfnissen
  • Quiet Space – Rückzugsbereiche zum Nachdenken und Reflektieren

© Tétris

© Tétris

© Tétris

 

Der Grundriss des 600 m2 großen Bürogeschosses weist drei Raumtypen auf, die jeweils einem spezifischen Bedürfnis entsprechen:

  • Öffentliche Bereiche sollen vor allem den Austausch und die Zusammenarbeit fördern. Hier können die Menschen beispielsweise Kaffee trinken, sich unterhalten oder entspannen. Das Café Parisien, die Materialbibliothek und das Forum gehören zu diesen kommunikativen Bereichen.

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

  • Halbprivate Bereiche liegen rund um die öffentlichen Bereiche, sodass sie schnell und einfach erreichbar sind. Sie ermöglichen es den Nutzern, Kollegen zu treffen, Anrufe zu erledigen, an Webkonferenzen teilzunehmen oder einfach nur eine Pause zu machen. Besprechungsräume lassen sich über ein nline-System oder mithilfe der direkt an jedem Raum montierten Bildschirme reservieren. Im „Cocoon“, ein abseits der anderen Büroräume situierter Bereich, können die Mitarbeiter in absoluter Stille entspannen oder arbeiten.

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

  • Private Bereiche bieten formellere Arbeitsplätze mit jeweils zwei Bildschirmen, Telefon, Tastatur und zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten. Die Arbeitsplätze sind nicht an bestimmte Nutzer vergeben, die Telefone lassen sich aber individuell zuordnen, sodass Anrufe getätigt und empfangen werden können. Die privaten Bereiche sind in mehrere „Bezirke“ gegliedert, die von den vierteln in Paris inspiriert sind. Alle Mitarbeiter können sich frei bewegen, einen neuen Arbeitsplatz wählen und sich bei Bedarf zurückziehen oder einen der Besprechungsräume nutzen.

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

© Coutant Delphine

  • Selbstverständlich lag unser Fokus auf den Mustern des Biophilic Design: lebende Wände und Pflanzen in allen Bereichen, viel Tageslicht, Wasservorhänge, Aquarien, von Mineralien und Pflanzen inspirierte Böden – und sogar ein Arbeitstisch, der um einen Baum herum angeordnet ist!

#OPENOPUS : eine teamorientierte Arbeitsumgebung

Angesichts des wachsenden Co-working-Trends wollen wir unser großes neues Büro auch für Außenstehende öffnen, um dadurch einen Ort zum Leben und Kooperieren, aber auch einen Ort für Events rund um die Themen nachhaltige Entwicklung, Design und Architektur zu schaffen.

Mit der #OpenOpus-Initiative laden wir Kunden, Interessierte und externe Partner ein, in unsere Räume zu kommen, um dort verschiedene Projekte zu bearbeiten, sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Artikel

Modulare Fassade für individuelle Gestaltung: grüne Oase in indischer Metropole

25 Oktober, 2016

Konformismus wird im Vijayawada Garden Estate unbeschwert in Individualität verwandelt: Die Fassade ist als Regalstruktur konzipiert, die von den Bewohnern individuell „befüllt“ werden kann. So entsteht eine lebendige Mischung aus hängenden Gärten, geschützten Loggien und halboffenen Terrassen – und ganz nebenbei eine grüne Oase mitten in einer indischen Millionenstadt. „Im Zeitalter der Massenproduktion und eines…