Globale Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen

Unternehmen auf der ganzen Welt ergreifen drastische Maßnahmen, um unser Klima positiv zu beeinflussen. Ambitionierter als je zuvor arbeiten sie nicht mehr nur daran, ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern, sondern versuchen, klimaneutral oder sogar CO2-negativ zu sein.

Viele Staaten, Regionen, Städte, Unternehmen und Investoren zählen zu den Vorreitern bei der Reduzierung der globalen Emissionen bis 2020 und schaffen zudem die Voraussetzungen dafür, bis zum Jahr 2050 emissionsfrei zu werden. Indem sie sich auf globaler Ebene zusammenschließen und sich auf dieses Ziel konzentrieren, entwickeln sie die Kraft, den Klimawandel wirkungsvoll einzudämmen. Am effektivsten sind dabei oft das lokale Engagement von Regierungen und Unternehmen sowie das Kaufverhalten der Menschen. Als Käufer haben sie die Macht, Veränderungen herbeizuführen und auf die Lieferanten und die Lieferketten einzuwirken.

Auf dem letzten Weltklimagipfel (Global Climate Action Summit) in San Francisco ging es nicht nur um die bereits erzielten Erfolge bei der Reduzierung der CO2-Emissionen, es wurden auch einige Verpflichtungen für weitere mutige Schritte ausgesprochen, um noch mehr zu erreichen. Zahlreiche CEOs und Führungskräfte wichtiger Unternehmen (einschließlich Interface) diskutierten weitreichende Veränderungen, die dazu beitragen, die Wende im Wettlauf gegen den Klimawandel zu schaffen. Im Folgenden finden Sie einige von vielen Beispielen:

  • Kevin Johnson, CEO von Starbucks, eröffnete den Gipfel und präsentierte Green Stores Framework – eine Initiative des Unternehmens, mit der bis 2025 weltweit 10.000 nachhaltige Lokale (neu oder renoviert) entstehen sollen. Ziel für letztlich alle Starbucks-Einrichtungen ist es, den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Experten wie SCS Global Services und World Wildlife Fund haben dieses Programm unterstützt.
  • Marc Benioff von Salesforce kündigte an, dass sein Unternehmen ab 2022 ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen einsetzen wird. Außerdem präsentierte er die Step Up Declaration – „eine neue Allianz, die sämtliche Mittel der neuen Technologien und der vierten industriellen Revolution nutzen will, um die Treibhausgasemissionen in allen Wirtschaftsbereichen … bis 2020 deutlich abzusenken.“ Diese Erklärung wurde von 21 Unternehmen unterzeichnet, unter anderem HP, Autodesk, Bloomberg, Uber, Lyft, WeWork und BT.


  • Der Fahrdienstvermittler Lyft gab bekannt, so viel erneuerbare Energie einzukaufen, dass damit die CO2-Emissionen sämtlicher Fahrten und Geschäftsaktivitäten kompensiert werden können. Nach Möglichkeit soll die saubere Energie direkt von lokalen Versorgungspartnern kommen.
  • McDonald’s stellte das von wissenschaftlichen Studien begleitete Ziel vor, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 36 Prozent unter das Niveau von 2015 abzusenken. Zudem soll eine Initiative für die Verwendung von nachhaltig erzeugtem Rindfleisch sorgen.
  • Jesper Brodin, CEO von IKEA, präsentierte den Plan des Unternehmens, bis 2020 für Kundenauslieferungen in sechs ausgewählten Städten und bis 2030 weltweit Elektrofahrzeuge einzusetzen.
  • Interface-CEO Jay Gould kündigte an, dass sich das Unternehmen im Rahmen des Programms Climate Take Back™ verpflichtet, bis 2040 CO2-negativ zu sein.

Unternehmen, die so ehrgeizige Vorsätze verfolgen, müssen Wege finden, ihre CO2-Ziele mit politischen Entscheidungsträgern abzustimmen. Hierzu gehört auch die enge Zusammenarbeit mit Bürgermeistern und Stadtverwaltungen, denen zur Umsetzung von Veränderungen oft mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen als Bundes- oder Länderregierungen.

„Die Verpflichtungen, von denen wir auf dem Weltklimagipfel gehört haben, waren neu und weitreichender als je zuvor, und es wurden beeindruckend viele neue Allianzen und Bündnisse angekündigt“, sagt Erin Meezan, Chief Sustainability Officer bei Interface. „Dennoch würde ich nicht von einem Wendepunkt sprechen, weil die Visionen der Unternehmen insgesamt noch immer auf Klimaneutralität oder auf Null-Emissionen ausgerichtet zu sein scheinen. Doch das ist einfach nicht genug. Ich denke, der Wendepunkt wird an dem Tag erreicht sein, an dem viele CEOs das sagen, was wir bereits umgesetzt haben: Wir müssen höher hinaus und noch weiter gehen – mit dem Ziel vor Augen, die globale Erwärmung umzukehren. Wir sind noch nicht an diesem Punkt angelangt. Aber der Tag wird kommen, und ich hoffe, wir können unseren Teil dazu beitragen, die Unternehmenswelt diesem Ziel ein Stück näher zu bringen.“

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