Green Recovery – Vier Trends für einen grünen Aufschwung

In den vergangenen Jahren habe ich Gespräche über Nachhaltigkeit immer damit begonnen, hervorzuheben, wie der Klimawandel die größte Herausforderung für die Menschheit darstellt. Das hat sich aufgrund der Corona-Pandemie und ihren verheerenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie unsere Weltwirtschaft im Jahr 2020 geändert.

In einigen Berichterstattungen wurde das Jahr 2020 als eine „große Pause“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass der CO2-Gehalt erheblich gesunken sei, seit eine Vielzahl der Staaten ihre Grenzen geschlossen haben und Ökosysteme so eine vorübergehende Pause hatten. Andere sehen 2020 als das Jahr, in dem unsere Überlegungen zum Schutz unseres Planeten und zur Schaffung einer widerstandsfähigen Welt, in der die Menschheit nicht nur überlebt, sondern auch gedeiht, einen erheblich Rückschlag erlitten haben.

Bei einer „Green Recovery“ – oder auch nachhaltigem Konjunkturpaket – stellen Regierungen und Unternehmen die Umwelt in den Mittelpunkt der Pläne zum Wiederaufbau der Wirtschaft. Die Chance: eine wirtschaftliche Genesung, die dazu beiträgt, die CO2-Emissionen zu senken, die biologische Vielfalt zu schützen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken, indem man mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie.

Hier sind vier Trends für eine Green Recovery, die wir bei Interface sehen:

 

Der Schutz der Natur im Zentrum der Green Recovery

Paul Polman, ehemaliger CEO von Unilever, betonte kürzlich in einem Interview mit Greenbiz, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen: „COVID hat deutlich gemacht, dass es auf einem ungesunden Planeten keine gesunden Menschen geben kann.“

Für eine Green Recovery müssen wir sicherstellen, dass wir die Natur respektieren, uns mit ihr verbinden und daraus lernen. Oliver Heath, bekannter Eco-Designer, erläuterte in unserem Podcast Designing With Climate In Mind, dass wir erkennen müssen, dass „wir nicht über der Natur stehen, aber eindeutig ein Teil von ihr sind“.

golden hour

CO2-Emissionen sind eine Herausforderung und eine Chance

Die globale Erwärmung wurde durch die Menschheit verursacht und führt ein Ungleichgewicht im Kohlenstoffkreislauf der Natur herbei. Während der Industrialisierung hat die Menschheit eine überschüssige Menge CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Als eines der Treibhausgase hat dies dazu geführt, dass sich unser Planet erwärmt hat. Der Beweis: neun der zehn wärmsten Jahre gab es seit 2005, wobei 2019 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen ist.

Um dies zu ändern, müssen wir den Kohlenstoffkreislauf wiederherstellen, indem wir verhindern, dass überschüssige vom Menschen verursachte CO2-Emissionen in unsere Atmosphäre gelangen und Wege finden, sie zu entfernen. Hersteller sollten die Emissionen aus Lieferkette und Herstellungsprozess stärker ins Auge fassen. Bei Interface arbeiten wir seit 26 Jahren daran, den CO2-Fußabdruck unserer Bodenbeläge so weit zu reduzieren, dass wir nun guten Gewissens alle verbleibenden Emissionen kompensieren und sie so CO2-neutral gestalten. Wir sorgen für Transparenz bezüglich unserer Produktumweltdaten und stellen alle Zahlen durch Umweltproduktdeklarationen (EPDs) zur Verfügung. Wir freuen uns, dass auch andere Sektoren diesen Ansatz verfolgen. Unilever hat beispielsweise kürzlich angekündigt, seine Produkte mit einem CO2-Fußabdruck zu versehen, um die CO2-Emissionen ähnlich wie das Kalorienzählen zu behandeln.

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Unternehmen, die die Initiative zur Green Recovery ergreifen

Im Juli kündigte Apple ein überarbeitetes Klimaschutzversprechen an, welches besagt, dass Betrieb, Lieferkette und Produkte bis 2030 vollständig CO2-neutral sein werden. Dies folgte der Zusage von Microsoft, bis 2040 CO2-negativ zu sein sowie ähnlichen Verpflichtungen von Amazon, Sky und der Gründung der Transform to Net Zero-Gruppe.

Auffällig ist, dass der Ehrgeiz mit der Erkenntnis steigt, dass der CO2-Fußabdruck für Hersteller weit über Energie und den direkten operativen Fußabdruck hinausgeht und sich auch auf Produkte und Dienstleistungen auswirkt.

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Eine Green Recovery als integrative Genesung

Paul Polman erklärte kürzlich, wie „Unternehmen in scheiternden Gesellschaften keinen Erfolg haben können“. Es wird zunehmend gefordert, dass ein grüner Aufschwung gesamtheitlich, gerecht und resistent sein muss. Die Black Lives Matter-Bewegung, die auf den Mord an George Floyd folgte, hat viele Einzelpersonen und Unternehmen dazu gebracht, Ansätze für Vielfalt und Inklusion neu zu bewerten und die rechtlichen Entwicklungen hinsichtlich Geschlecht, LGBTIQ und Behinderungen zu verfolgen. Darüber hinaus fordern viele Menschen und Organisationen Wiederaufbaupläne, die die Armut bekämpfen und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (SDGs) einhalten. Autor und Ökologie-Innovationsführer Mark Shayler hat kürzlich die Möglichkeit einer Änderung der Denkweise und eines stärker vernetzten Ansatzes aufgezeigt.

Die Zeit für Veränderungen liegt nun bei uns, um einen gesünderen Planeten für alle zu schaffen.

 

 

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