Warum Ikigai die Designphilosophie ist, die wir alle jetzt brauchen

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf der Website von Vogue im Rahmen einer Content-Partnerschaft.

Ob Sie Ihren Weg zum Glücklichsein planen oder sich Hygge, die dänische Philosophie des gemütlichen Wohnens, zu eigen machen: es scheint immer so, dass gerade dann, wenn man einen Designtrend entdeckt, die Insider schon beim nächsten sind. Während des faszinierenden Aufstiegs von Ikigai schien Skepsis angebracht. Ikigai, was mit „Lebenssinn“ bzw. mit „das, wofür es sich zu leben lohnt“ übersetzt werden kann, ist japanischen Ursprungs und wird mit dem Gefühl der Selbstverwirklichung assoziiert, das man durch das Verfolgen eines sinnvollen Lebens erhält. Mittlerweile begeistert sich die kreative Gemeinschaft für diese Lebensphilosophie. Aber im Gegensatz zu anderen Einrichtungsbewegungen, die z. B. dazu führen, dass man seine Schränke von Gegenständen entrümpelt, die einem keine Freude mehr bereiten, oder sich mit charmanten Zierkissen und Keramik umgibt, ist Ikigai nicht so diktatorisch. Denn wer kann schon gegen die Idee des zweckorientierten Designs argumentieren?

Zum Glück für uns ist Ikigai in der Designbranche kein vorübergehender Trend, sondern eine altehrwürdige Philosophie – die dauerhaft Bestand haben wird. Kari Pei, VP Global Design für Interface, dem globalen Unternehmen für gewerbliche Bodenbeläge, lernte Ikigai vor vielen Jahren bei ihrer Arbeit in Japan kennen, als sie japanische Textilfabriken in der Anwendung französischer Webprogramme unterrichtete. „Im Laufe der Jahre habe ich mich mit Design, Kultur und Architektur japanischen Ursprungs beschäftigt. Die japanische Kultur strebt danach, in Harmonie mit der natürlichen Umgebung zu arbeiten, was genau den Kern unserer Mission trifft. Das Konzept von Ikigai passt perfekt zu meinen eigenen persönlichen Zielen [und auch zu den Designzielen von Interface]“, sagt sie. „Ich betrachte Ikigai als eine existenzielle Überzeugung, die eng mit Wohlbefinden und Glück verbunden ist, durch die Verbindung mit anderen und mit der Natur.

Ausgehend von dem Leitgedanken, dass großartiges Design in Harmonie mit der Natur existieren muss, machten sich Pei und ihr Team daran, moderne, ästhetische Teppichfliesen im Einklang mit der Umwelt zu entwerfen. Das Ergebnis: die traumhaft schöne Interface Kollektion Embodied Beauty™. Inspiriert von zeitloser japanischer Ästhetik ist die Kollektion nicht nur optisch ansprechend, sondern auch innovativ, da alle sieben Designs von Embodied Beauty über ihren gesamten Produktlebenszyklus hinweg CO2-neutral sind, drei Produkte sogar CO2-negativ (cradle-to-gate). Letztlich tragen alle Embodied Beauty Produkte dazu bei, den CO2-Fußabdruck von Innenräumen zu verringern. „Das Ziel von Interface ist es, eine industrielle Re-Revolution anzuführen oder der Welt zu zeigen, dass die Wirtschaft als Kraft für das Gute genutzt werden kann“, sagt Pei, die auf einer Mission ist, Produkte zu schaffen, die der Umwelt zugutekommen. „Wir haben eine Verantwortung für den Planeten“, sagt sie. „Jedes Mal, wenn wir eine Teppichfliese produzieren, verbrauchen wir Energie und Ressourcen, die nicht so einfach regeneriert werden können. Deshalb arbeiten wir so hart daran, den CO2-Fußabdruck unserer Bodenbeläge zu minimieren, indem wir biobasierte Materialien und recycelte Füllstoffe verwenden.“

sashiko stitch, shishu stitch

Gezeigte Produkte: Sashiko Stitch™ (Farbe: Jadeite) und Shishu Stitch™ [-CO2] (Farbe: Ash)

Dementsprechend wurde alles, von der Wahl der Materialien über das Gewicht des Teppichs bis hin zur Zusammensetzung der Rückenkonstruktion der Fliesen, im Hinblick auf seine Umweltauswirkungen betrachtet. „Wir haben eine völlig neue Maschine und spezielle Garne verwendet, um die CO2-negativen Produkte der Kollektion Embodied Beauty zu kreieren. Also arbeiteten wir mit einem brandneuen Satz von Werkzeugen, was alles von der Florhöhe bis hin zu Design, Texturen und Farbgebungen beeinflusste“, sagt Pei.

Und das Beste ist, dass keine Kompromisse hinsichtlich Design oder Nachhaltigkeit notwendig waren. Die Kollektion Embodied Beauty spiegelt die raffinierte Einfachheit wider, die so oft mit der japanischen Kultur assoziiert wird. Die Kollektion besticht durch eine ruhige, gedeckte Farbpalette in warmen und kühlen Grautönen sowie durch natürliche Farben für zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten. Architekten und Innenarchitekten schätzen die Tepichfliesen vor allem wegen ihrer vielfältigen Strukturmöglichkeiten, mit denen sie mühelos Bodendesigns schaffen können, die sich luxuriös anfühlen, aber dennoch neutral genug sind, um mit zahlreichen anderen Produkten zu funktionieren.

Was Pei als Designerin so viel kreative Freiheit gab, ist, dass Ikigai eine Weltanschauung ist, die andere Designschulen ergänzt. Egal, ob Sie Minimalist oder Maximalist, ein Fan von Mid-Century-Design oder Jugendstil sind, der Fokus von Ikigai auf den Zweck erlaubt es dem Designkonzept, eine sanfte, leitende Kraft zu sein. „Wir ließen uns von vielen traditionellen japanischen Handwerken inspirieren. Die Kunst des Kintsugi erschafft durch den Akt des Reparierens etwas völlig Neues und Schönes“, bemerkt Pei. „Die Kreation dieser kohlenstoffspeichernden Produkte nimmt etwas, das traditionell als Feind angesehen wird – den Kohlenstoff – und schafft ein Produkt, das zur Reparatur unserer geschädigten Umwelt beiträgt, also drehen wir sozusagen das Drehbuch um.“ Und die Tatsache, dass sich ihre Arbeit in Teppichfliesen manifestiert (im Gegensatz zu traditionellen Teppichen), macht es einfacher als je zuvor, den CO2-Fußabdruck eines Raumes zu kontrollieren – Designer können die Teppichfliesen in einem großen offenen Bereich, wie einem Büro, verwenden oder so anordnen, dass sie jede beliebige Fläche kreativ gestalten können.

Pei konnte auch andere japanische Designelemente einbinden, die mit Ikigai eng verknüpft sind. Sie lehnte sich an die Idee des Wabi-Sabi an, das in der Unvollkommenheit wahre Schönheit sieht, so wie bei den unverbindlichen Designs von Geisha Gather™. Sie ließ sich von Sashiko inspirieren, einer dekorativen Stichtechnik, die zur Verstärkung von Textilien verwendet wird, wie sie bei Sashiko Stitch™ zu sehen ist. Auch Boro, ein weiteres traditionelles japanisches Handwerk und eine wunderschöne Technik, bei der Stoffreste kombiniert werden und so ein Patchwork aus Textur und Farbe entsteht, spielt eine übergeordnete Rolle.

Wenn Sie also bereit sind, in diese Design-Bewegung einzutauchen, kann ein mit der Interface Kollektion Embodied Beauty™ gestalteter Boden zum Herzstück eines Architekturplans werden. Während Designtrends kommen und gehen, wird dieses neue Denken – mit seiner intuitiven Praktikabilität und seinem klimafreundlichen Ethos – nie aus der Mode kommen.

 

Inspiration für Ihr Postfach


Melden Sie sich für unseren Newsletter an

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Artikel

Pantone-Farben des Jahres 2021: Ultimate Gray und Illuminating

13 Januar, 2021

Nach einem turbulenten Jahr 2020 scheint es, als ob wir alle auf das neue Jahr hoffen, um wieder Stabilität und Optimismus zu finden. Und dieser Wunsch spiegelt sich in der Tat auch bei der Wahl der Pantone-Farben des Jahres 2021 wider. Dieses Jahr gibt es nicht nur eine, sondern gleich zwei Farben: Ultimate Gray und Illuminating!